Fachschaft für Mathematik, Informatik, Physik und Astronomie an der Uni Heidelberg

Gremien

Was ist eigentlich der Fakultätsrat?

Der Fakultätsrat ist das wichtigste Gremium der Fakultät. Er hat weitgehende Entscheidungsbefugnis bei Belangen der Lehre und Forschung in der Fakultät, etwa dem Lehrveranstaltungsangebot, den Studien- und Prüfungsordnungen, der Struktur des Fakultät, den Stellenbesetzungen und der Mittelverteilung. Er besteht aus Vertretern der Professorenschaft, des Mittelbaus und der Studierenden.

Das Landeshochschulgesetz (LHG) sichert den Profs bei Abstimmungen die Mehrheit - die Studierenden sind mit sechs Personen zahlenmäßig nur sehr schwach vertreten. Dazu kommt, dass das baden-württembergische LHG - eine Blüte seiner Art - den Professor_innen die Möglichkeit gibt, mit gezinkten Stimmzetteln abzustimmen: Sofern dann die Gesamtmehrheit nicht mit der Mehrheit der professoralen Stimmen übereinstimmt, werden alle nicht-professoralen Stimmen herausgerechnet.

Trotzdem ist die Mitarbeit im Fakultätsrat wichtig, ist sie doch die einzige direkte Art, wie die Studierenden ihre Vorstellungen gegenüber der Fakultät artikulieren und vorbringen können. Noch wichtiger ist es für uns, dass der Fakultätsrat eine Reihe von Ausschüssen einsetzt, in denen Studis sitzen; etwa in Berufungskommissionen, dem Bibliotheks- und Prüfungsausschuss und der Studienkommission.

Die Studienkommission (Studkom) befasst sich mit allen Fragen, die die Lehre betreffen. Sie besteht aus 4 Vertreter_innen der Professor_innen, 2 Vertreter_innen des Mittelbaus, dem Studiendekan und vier Studis. Diese Mehrheitsverhältnisse sind einzigartig im Spektrum der offiziellen Interessenvertretung und machen die Studkom aus studentischer Sicht so wichtig. Erfahrungsgemäß zeigt sich, dass wir hier gute Möglichkeiten haben, auf die Entscheidungen der Fakultät einzuwirken.

Die Studiengebührenkomission (StudGebKom) befasst sich mit der Verwendung der Studiengebühren. In der StudGebKom haben wir sogar die Stimmmehrheit, wobei allerdings alle Entscheidungen nochmal vom Fakultätsrat bewilligt werden müssen. Dadurch ist aber immernoch sicher gestellt, dass die Studiengebühren nicht gegen unseren Willen für unnötige Sachen ausgegeben werden.

Zur Zeit stellt MathPhys alle Vertreter_innen in den Fakulätsräten für Mathematik und Physik; bei den parteinahen Hochschulgruppen scheint keinerlei Interesse an solcher Gremienarbeit zu bestehen. Trotzdem möchten wir euch bitten, bei den Wahlen unsere Vertreter_innen zu wählen und somit ihre Arbeit in den Gremien zu unterstützen!

Und der Senat?

Der Senat ist das Entscheidungsgremium, welches über den Fakultätsräten steht und zentrale Entscheidungen über Richtlinien an der Universität fällt. Die 12 Fakultäten entsenden ihre Dekan_innen, also die Vorsitzenden der Fakultätsräte, in den Senat. Hinzu kommen weitere Wahlmitglieder, darunter vier Studierende. Der Senat entscheidet nochmals über alle wesentlichen Beschlüsse der Fakultät, wie Prüfungsordnungen, Berufungen, Schließung oder Umstrukturierung von Instituten und Finanzen. Unter Anderem deshalb ist es so wichtig, dass auch in diesem Gremium Vertreter_innen der Fachschaften sitzen, die auch auf der Fakultätsebene arbeiten.

Darüber hinaus gibt es Senatsausschüsse und Senatskommissionen wie etwa den Senatsausschuss für Lehre und Prüfungsangelegenheiten (SAL), den Senatsauschuss für die Mathematisch-Naturwissenschaftliche Gesamtfakultät, den Senatsauschuss für Gleichstellungsangelegenheiten (SAGAN) und viele mehr. Diese Ausschüsse werden im Senat gewählt. Die Besetzung dieser Ausschüsse und Kommissionen mit studentischen Vertreter_innen wird in der FSK beraten und bestimmt, auch unter Beteiligung der verschiedenen Hochschulgruppen.

Gibt es jetzt einen AStA oder nicht?

Die klare Antwort lautet "jein"... Gemäß dem Landeshochschulgesetz (LHG) des Landes Baden-Württemberg ist der „AStA“ ein Ausschuss des Senats, in dem studentische Mitglieder des Senats und einige ihrer Stellvertreter_innen unter der Aufsicht des Rektors zusammengefasst werden. Dieser Ausschuss darf den Senat beraten, und zwar in geistigen, musischen, und sportlichen Belangen, sowie den besonderen Belangen von Studierenden mit Kind. Um Hochschulpolitik oder Interessenvertretung geht es dabei nicht. In anderen Bundesländern gibt es ein Gremium, das auch AStA heißt und mit dem der hiesige „AStA“ oft verwechselt wird: dort ist der AStA die Vertretung der Studierenden und wird im Studierendenparlament (StuPa) gewählt; auch ein StuPa gibt es in Baden-Württemberg nicht, da hier keine Studierendenvertretung im LHG vorgesehen ist. Der ehemalige Wissenschaftsminister von Trotha begründete dies damit, dass die Hochschule kein Abziehbild der Demokratie sei. Vereinzelte Gruppen, die behaupten, die FSK würde den „AStA“ als „demokratisch gewähltes Vertretungsorgan studentischer Interessen“ aushebeln, haben sich offensichtlich noch nicht sehr intensiv mit den Rahmenbedingungen der Hochschulpolitik in Baden-Württemberg befasst.

Siehe auch:
Informationen zu den jährlichen Gremienwahlen
aktuelle Gremienmitglieder

Falls Ihr Fragen und Kommentare habt, mailt sie bitte an die Fachschaft.

Letzte Änderung am 26.11.2011