Qualitätssicherungsmittel und Akkreditierung

Ende 2011 wurden die Studiengebühren in Baden-Württemberg abgeschafft. Zur vollständigen Kompensation des Betrags in Höhe von 280 Euro pro Studi stellt das Land seitdem Ausgleichsmittel, die sog. Qualitätssicherungsmittel (QuaSiMi) zur Verfügung. Dieser Betrag richtet sich danach wie viel Geld durchschnittlich seit 2009 pro Studi erhoben wurde.

Die QuaSiMi sind nicht bloß zusätzliche Landesmittel für die Hochschule, sondern zweckgebunden an die Verbesserung der Lehre und der Studienbedingungen. Weiterhin dürfen QuaSiMi nur im Einvernehmen mit einer legitimierten Vertretung der Studierenden ausgegeben werden. Somit kann keine Ausgabe gegen den Willen der Studis durchgesetzt werden. Das ist ein Schritt in Richtung Fairness und Gleichberechtigung.

Die Kompetenzen der Empfehlung und Beschlussfassung über die Verwendung von QuaSiMi liegen auf zentraler Ebene bei der zentralen Qualitätssicherungsmittelkommission (QuaSiMiKom). Neben einem Prof, dem/der Prorektor*in für Lehre und zwei Dekanatsmitgliedern sitzen dort auch zwei studentische Mitglieder mit Vetorecht.
Auf dezentraler Ebene liegen die Kompetenzen für unsere Fächer jeweils bei den Studienkommissionen (in der Mathematik und Informatik bilden beide Studienkommissionen ein gemeinsames Gremium).

Verwendung der Mittel

Zentrale Mittel

Von der jeweiligen zu verteilenden Summe werden pro Semster 1/5 für zentrale Maßnahmen in einen zentralen Fonds überwiesen. Aus diesem werden übergreifende Einrichtungen wie z.B. die Unibibliothek oder das Universitätsrechenzentrum (URZ) finanziell unterstützt.

Mathematik und Informatik
  • Mitarbeiter*innenstellen: Lehr-/Servicepersonal, Lehraufträge, Assistent*innen
  • Hilfskraftmittel: Tutor*innen und zusätzliche Übungsgruppen
  • Ausstattung: Computerpools, Hörsäle, Bibliothek, Seminarräume
  • Materialien: Softwarelizenzen, Skripte, Bücher, eBooks, Zeitschriften
Physik und Astronomie
  • AP + FP Versuche: Modernisierung bestehender Versuche, neue Praktika im FP und dem IUP
  • Mittelbaustellen: Mediziner*innenausbildung, Studienberatung, Lehramtsausbildung, Aufbau des IUP-Praktikums
  • Öffnungszeiten: Erweiterung der Öffnungszeiten in der KIP-Bibliothek sowie dem Studentensekretariat
  • Hilfskraftmittel: Tutor*innen und zusätzliche Übungsgruppen
  • Materialien: Skripte, Bücher, eBooks, Zeitschriften
  • Aktuellste Versuche, Exkursionen (CERN, GSI…).

Die Fakultät für Physik und Astronomie rechnet pro Semester mit ca. 420.000 Euro.

Weiterführende Links

Systemakkreditierung

Die Universität Heidelberg hat im Jahr 2011 offiziell das Verfahren zur Systemakkreditierung bei der Akkreditierungsagentur ACQUIN eingeleitet, die das interne Qualitätsmanagement (QMS) prüfen soll. Nähere Informationen dazu findet man auf den zentralen Seiten der Uni.

Im Rahmen dieses Verfahrens ist auch eine Stellungnahme der Studierendenschaft zum Gesamtsystem vorgesehen. Die offiziell eingereichte Stellungnahme wurde allerdings nicht von Organen der Studierendenschaft verfasst, sondern von vier einzelnen Studierenden, die als „studentische Qualitätsbeauftragte“ an den internen Evaluationszyklen mitwirken. Zusätzlich ist sie aus Sicht der Fachschaft an verschiedenen Punkten unzureichend und speziell als Stellungnahme zu einem Akkreditierungsverfahren nicht geeignet.

Da aus unserer Fachschaft einige Personen im bundesweiten Akkreditierungssystem engagiert sind, haben wir eine ergänzende Stellungnahme verfasst, welche sich auf deren Erfahrung stützt.

Wir möchten an dieser Stelle ausdrücklich darauf hinweisen, dass es sich weder um eine inhaltliche Stellungnahme zum Qualitätsmanagement der Universität, noch um eine Stellungnahme zur Sinnhaftigkeit der Systemakkreditierung als solcher handelt. Unsere Stellungnahme bezieht sich ausschließlich auf die inhaltlichen Vorgaben des Akkreditierungsrats zur Akkreditierung von Studiengängen und darauf, inwieweit diese Vorgaben im heidelberger System zur Zeit berücksichtigt werden.